Wandern in Markt Piesting – tut gut Route 3

Diese einfache Wanderung in Markt Piesting im Piestingtal führt durch wunderschöne Wälder und bietet beim Blickplatz Rotes Kreuz eine herrliche Aussicht auf Dreistetten und die Hohe Wand.

Für einen ersten Eindruck der Wanderung sieh‘ dir das Video an:

Zahlen & Fakten

  • einfache Wanderung
  • Stationen: Parkplatz Waldbad (ehem. Schmankerl-Wirt) – Blickplatz Rotes Kreuz – Zitherwirt – Blickplatz Rotes Kreuz – Parkplatz Waldbad
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 1 Stunde und 40 Minuten (ohne Pause)
  • Distanz: 6,98 km
  • Höhenmeter: 190
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Zitherwirt, Schmankerl-Wirt (derzeit geschlossen)

Ausgangspunkt

Parkplatz beim Waldbad Markt Piesting (ehem. Schmankerl-Wirt)
Bocksbachgasse 13
2753 Markt Piesting

„tut gut“ Route 3 in Markt Piesting

Wie so viele andere Orte in der Nähe kannte ich auch Markt Piesting nur vom Durchfahren. Und das, obwohl Markt Piesting einiges zu bieten hat. Als ich letztens an einem sonnigen Tag nach einer einfachen Wanderung im Internet recherchierte, stieß ich auf die „tut gut“ Wanderwege in Markt Piesting. Da ich über Markt Piesting bisher nichts wusste, machten mich die Touren neugierig. Ich entschied mich für die längste Tour, die „tut gut“ Route 3 und machte mich auf den Weg nach Markt Piesting.

Neben dem Waldbad befindet sich der ehem. Schmankerl-Wirt. Vor dem ehem. Gasthaus erwarten mich eine „tut gut“ Übersichtskarte, ein Infoschild über das Wandern sowie einige Wegweiser. Ich folge dem Schild Richtung „Route 3“ und beginne meine Wanderung auf dem asphaltierten Weg rechts neben dem geschlossenen Gasthaus.

Hier beginnt meine Wanderung und ich biege rechts in den Wald ab

Durch den Wald von Markt Piesting

Nach wenigen Metern biege ich beim nächsten „Route 3“ Schild rechts in einen Waldweg ab. Der Zitherwirt ist in diese Richtung ebenfalls mit 45 Min. angeschrieben (Ich habe für die Strecke ein paar Minuten länger gebraucht).

Ich folge dem breiten Waldweg bergauf und erreiche nach wenigen Minuten einen Baum mit Heiligenbildern, einem Kreuz und einigen Schildern. Ich gehe links weiter und folge den Schildern Richtung „Route 3“ und „Blickplatz Rotes Kreuz 20 Min.“. Es wird flacher, ich bleibe auf dem breiten Weg und folge den immer wieder auftauchenden „Route 3“ Schildern, eine blaue Markierung begleitet mich.

Deko-Baum mitten im Wald

Nach einer Rastbank und einem „tut gut“ Infoschild komme ich zu einer beschilderten Weggabelung, bei der ich Richtung „Route 3“ und „Blickplatz Rotes Kreuz“ geradeaus weitergehe.

Blickplatz Rotes Kreuz

Nach dem nächsten „Route 3“ Schild bei einer Rechtskurve geht es nur noch geradeaus bergauf bis zum Waldrand. Als ich schon ziemlich am Waldrand bin, deutet ein „Route 3“ Schild nach rechts. Von meiner Neugier getrieben, gehe ich die wenigen Meter bis zum Waldrand und erreiche den Blickplatz Rotes Kreuz.

Blickplatz Rotes Kreuz

Gut zu wissen: Vom Parkplatz bis zum Blickplatz Rotes Kreuz bin ich ca. 15 Minuten gegangen.

Gut zu wissen: Angeblich hat der Name etwas mit Blut zu tun. Dieser Ort galt in der Vergangenheit als Kult- und Beratungsplatz und es wurden Hinrichtungen durchgeführt. Nähere Informationen findest du auf der Homepage von Markt Piesting ziemlich weit unten.

Beim Roten Kreuz gibt es abgesehen vom Kreuz auch zwei Rastbänke. Die Aussicht auf die Felder und Wiesen ist sehr schön, noch besser ist die Aussicht jedoch, als ich bei der Rastbank ein paar Meter nach rechts auf dem Feldweg bis zu einer Wiese gehe. Von hier aus habe ich eine herrliche Aussicht auf Dreistetten und die Hohe Wand. Auf der linken Seite, hinter einem Strommasten, entdecke ich den Schneeberg.

Die schöne Aussicht beim Roten Kreuz …
… und die noch bessere Aussicht rechts daneben

Weiter durch den Wald zum Zitherwirt

Nach einer Pause in der Wiese gehe ich zurück zum Roten Kreuz, ein paar Meter geradeaus bergab und biege dann beim „Route 3“ Schild links ab. Von geradeaus bin ich ja ursprünglich gekommen.

Von nun an geht es geradeaus auf dem gut beschilderten breiten Waldweg angenehm flach weiter. Ich komme bei der Rastbank Mostschank Hauer vorbei. Manche Route-Schilder sind bereits abgebrochen, es gibt hier jedoch eh nur den einen Weg.

Kurz darauf gibt es eine Abzweigung Richtung „Waldbad Markt Piesting“ (grün markiert), ich bleibe aber auf dem breiten Waldweg und gehe geradeaus weiter und schon bald ist die Route 3 wieder in meine Richtung angeschrieben. Nun geht es geradeaus bergab durch den Wald und ich werde von einer rot-weiß-roten 231er Markierung begleitet.

Bei der nächsten Rastbank erreiche ich eine beschilderte Kreuzung, bei der ich entsprechend dem „Route 3“ Schild dem flachen Weg geradeaus folge, nach wie vor von der rot-weiß-roten 231er Markierung begleitet.

Wunderschöner Wald

Alle paar Meter gibt es ein „Route 3“ Schild, es geht nun leicht bergauf, der Weg wird aber schon bald wieder flacher. Ich bleibe auf dem markierten, breiten Waldweg, ohne abzuzweigen und erreiche kurz darauf den Waldrand.

Ich gehe an einem beigen Haus (Dreistetten 78) vorbei bis zur Straße. Von hier aus sehe ich Teile der Ruine Starhemberg (Wegen Einsturzgefahr ist das Betreten verboten) auf dem Hügel gegenüber. Nach wenigen Metern neben der Straße folge ich dem „Route 3“ Schild und nehme den Waldweg links bergauf.

Auf diesem Hügel befindet sich die Ruine Starhemberg

Beim nächsten „Route 3“ Schild deutet rechts ein Schild Richtung Zitherwirt. Ich folge diesem und erreiche kurz darauf nach einem Schotterplatz und einer Linkskurve den Zitherwirt.

Der Zitherwirt alias Gasthof Ruine Starhemberg

Gut zu wissen: Vom Blickplatz Rotes Kreuz bis zum Zitherwirt bin ich ca. 35 Minuten gegangen.

Vom Parkplatz gegenüber des Zitherwirts ist es nicht weit bis zur Ruine Starhemberg. Da die Ruine Starhemberg aber nicht Teil der „tut gut“-Route ist (wahrscheinlich wegen dem Betretungsverbot), gehe ich den selben Weg wieder zurück bis zu der kleinen Kreuzung im Wald.

Gut zu wissen: Nähere Informationen zur Ruine Starhemberg findest du am Ende des Artikels.

Vom Zitherwirt retour zum Blickplatz Rotes Kreuz

Zwei Minuten später biege ich bei besagter Kreuzung rechts ab und folge dem „Route 3“ Schild.

Die ersten Meter gehen hier ordentlich bergauf. Rechts wäre ein unmarkierter Weg, ich gehe aber geradeaus weiter und entdecke kurz darauf das nächste „Route 3“ Schild. Nach wenigen Metern treffe ich auf zwei Wege. Ich gehe links bergauf entsprechend dem nächsten „Route 3“ Schild weiter.

Kurz darauf verläuft der Weg entlang eines Hauses und bringt mich zu einer beschilderten Straßenkreuzung mit Rastbank. Ich folge den Schildern Richtung „Route 3“, „Waldbad Markt Piesting“, „Schnitzeljagd“ sowie der grünen Markierung und gehe links entlang der Häuser bergauf weiter.

Nach zwei weiteren Rastbänken habe ich auf der rechten Seite eine wunderschöne Aussicht auf Dreistetten inklusive Kirche sowie auf Teile der Hohen Wand. Der asphaltierte Weg verläuft geradeaus und mündet in einen Waldweg. Auch hier gibt es eine Rastbank und ein „Route 3“ Schild.

Sehr angenehm dieser Wanderweg

Es geht nun leicht bergauf und ich komme an einer Pferdekoppel vorbei. Eine Pferdekoppel ist nichts Ungewöhnliches, aber ich freue mich darüber, dass die Futterstelle direkt am Weg ist und die Pferde gerade mit Fressen beschäftigt sind.

Mittagspause bei den Pferden

Der Weg ist nun ziemlich flach, ich komme an einer weiteren Rastbank vorbei und entdecke abermals ein „Route 3“ Schild. Kurz darauf gibt es links einen Weg, ich gehe aber geradeaus weiter entlang dem „Route 3“ Schild und einer grünen Markierung. Bei der nächsten Weggabelung gehe ich ebenfalls geradeaus weiter und folge dem „Route 3“ Schild.

Die nächsten Minuten geht es geradeaus weiter und alle paar Meter gibt es Schilder der Routen 2 und 3. Auf der rechten Seite sehe ich durch die Bäume die Felder, also müsste ich bald wieder beim Roten Kreuz sein.

Bei der nächsten Rastbank gibt es wieder eine grüne Markierung, nach wie vor sind die Routen 2 und 3 auf meinem Weg angeschrieben und bald darauf erreiche ich erneut die Kreuzung beim Blickplatz Rotes Kreuz.

Und wieder beim Roten Kreuz

Der Rückweg

Ich biege links ab und folge den Schildern von Route 2 und 3. Von nun an ist der Rückweg ident mit dem Beginn der Wanderung. Auf dem breiten Waldweg deuten die Schilder der Route 3 jetzt natürlich in die falsche Richtung, aber ich kenne den Weg ohnehin schon vom Aufstieg.

Bei einer Schilder-Ansammlung gibt es in meine Richtung nun das Schild „Markt Piesting“. Von nun an sind die Schilder der Routen 1-3 auch in meine Rückwegs-Richtung. Ich entdecke hier immer wieder die blaue Markierung.

Beim Bildbaum ist Markt Piesting mit 15 Minuten angeschrieben. Es geht geradeaus bergab. An die grünen und blauen Markierungen halte ich mich nicht, weil sie kurz darauf nach rechts abzweigen, ich aber auf dem breiten Waldweg bleibe.

Am Rückweg kommt man hier sehr schnell bergab und der Schotter ist fast ein wenig rutschig. Fünf Minuten nach dem Bildbaum bin ich bereits wieder bei der großen Kreuzung auf dem asphaltierten Weg, beim Schmankerl-Wirt und beim Parkplatz.

Gut zu wissen: Vom Zitherwirt über den Blickplatz Rotes Kreuz bis zum Parkplatz bin ich ca. 50 Minuten gegangen.

Fazit

Eine sehr angenehme und einfache Wanderung durch den wunderschönen Wald von Markt Piesting. Die „tut gut“ Route 3 war extrem gut beschildert. Mich hat es nicht gestört, dass ich bei dieser Wanderung zwei Mal beim selben Blickplatz vorbeigekommen bin. Dadurch hat man die Möglichkeit, die Aussicht zwei Mal zu genießen und es erleichtert die Orientierung.

Ruine Starhemberg

Die Ruine Starhemberg ist eine der größten und weitläufigsten Ruinen in Österreich. Leider ist das Betreten wegen Einsturzgefahr verboten.

Vom Parkplatz gegenüber des Zitherwirts sind es fünf Minuten Fußweg bis zur Ruine. Am Ende des Parkplatzes gibt es einen Schranken und einen Waldweg zur Ruine. Beim Eingang der Ruine gibt es ein „Zutritt verboten“ Schild.

Eingang der Ruine Starhemberg

Tipp: Wenn man hier links neben dem Schild weitergeht, kommt man zu einem verschlossenen Tor und einem Infoschild, bei der man die Geschichte der Ruine nachlesen kann.

Versperrter Eingang inkl. Geschichte der Ruine

Als ich an diesem Tag bis zum Eingang der Ruine ging, kamen mir einige Leute entgegen. Das Betretungsverbot wird also offensichtlich nicht sehr ernst genommen. Da das Betreten aber offiziell verboten und auch nicht Teil der „tut gut“ Route 3 ist, habe ich den Weg zur Ruine nicht in meine Wanderung mit hineingenommen, sondern bin am Ende der Wanderung mit dem Auto bis zum Zitherwirt gefahren und von dort zur Ruine gegangen.

Hier findest du weitere Informationen zur Ruine Starhemberg:

Ruine Starhemberg – Wikipedia

Ruine Starhemberg – Fotos

Eine Übersicht über alle „tut gut“ Wanderwege in Niederösterreich findest du hier.

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

Wenn du noch mehr Fotos von dieser Wanderung sehen möchtest, dann klicke auf den Link:

Fotogalerie

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal in Markt Piesting wandern? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback!

Jasmin

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6 Gedanken zu “Wandern in Markt Piesting – tut gut Route 3

  1. Kenn ich! 🙂

    In der Gegend durfte ich einmal – als ich 8 Monate lang unfreiwillig im Dienste der Republik stand – einen zweitägigen Marsch absolvieren, von Station zu Station, wo jeweils verschiedene Übungen zu absolvieren waren.

    Genau beim Roten Kreuz war die erste Prüfungsstation (Gasmaske & Co. zig mal rauf und runter). Das ist jetzt 26 Jahre her und ich erinnere mich als ob’s gestern gewesen wäre…

    Wir waren mit einer Zeltübernachtung 40 km unterwegs, glaub ich. Ich war der einzige dem das (naja, zumindest der Wanderaspekt) getaugt hat 🙂

  2. Ich verstehe nach wie vor nicht, warum man beim Bundesheer immer „irgendwohin“ geschickt wird. War das Zufall, dass du in NÖ gelandet bist oder meldet man sich da für ein bestimmtes (Themen-)Gebiet an? Bei dir gibt’s ja auch mehr als genug Natur, wo man sich im Schlamm wälzen kann! 🙂
    Aber schön zu lesen, dass dir der Wanderaspekt gefallen hat! Was man nicht alles beim Bundesheer herausfinden kann … 🙂

  3. Wieder mal eine schöne, angenehme Route auf der ich auch schon mal unterwegs war! Piesting, Dreistetten und auch die nahen Fischauer Vorberge sind ja immer wieder einen Besuch wert.
    Viele Grüße

  4. Danke für dein Kommentar, Ernst! Ja, die Gegend gefällt mir auch wirklich gut! Wobei ich bei dieser Wanderung in Markt Piesting vom schönen Wald wirklich überrascht war!
    Liebe Grüße,
    Jasmin

    • Hallo Nina! Sorry, aus irgendeinem Grund ist dein Kommentar im Spam gelandet und ich hab‘ ihn jetzt erst gesehen! Naja, wenn du nur bis zum Roten Kreuz gehst, sollte es schon mit Kinderwagen gehen. Das ist dann aber eine recht kurze Runde! 🙂 Nach dem kurzen Stück auf der Straße geht’s schon ordentlich bergauf und wenn ich mich richtig erinnere, ist es dann eher nur ein sehr schmaler Pfad! Also besser mit Tragetuch oder so einem Rucksack, wo das Kind drin sitzen kann!
      Liebe Grüße,
      Jasmin

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