Reisalpe (1.399 m) – der höchste Berg der Gutensteiner Alpen

Die Reisalpe, der höchste Berg der Gutensteiner Alpen, bietet einen der schönsten Panoramablicke Niederösterreichs und ist zurecht ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Wer die Wanderung auf die 1.399 m hohe Reisalpe beim Parkplatz Ebenwaldhöhe beginnt, spart sich einige Höhenmeter, da dieser bereits auf 1.020 m liegt.

Wandervideo

Zahlen & Fakten

  • mittlere Wanderung
  • Stationen: Parkplatz Ebenwaldhöhe – Kleinzeller Hinteralm – Gipfel Reisalpe und Reisalpen Schutzhaus – Brennalm – Kleinzeller Hinteralm – Parkplatz Ebenwaldhöhe
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 3 Stunden und 55 Minuten (ohne Pause)
    Aufstieg: 1 Stunde und 39 Minuten
    Abstieg: 2 Stunden und 16 Minuten
  • Distanz: 14,4 km
  • Höhenmeter: 610
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Kleinzeller Hinteralm, Reisalpen Schutzhaus,
    Ebenwaldhütte ca. 10 Minuten vom Parkplatz Ebenwaldhöhe entfernt (Samstag, Sonntag und Feiertag geöffnet)

Gut zu wissen: Bis 5. November 2017 hat das Schutzhaus auf der Reisalpe durchgehend geöffnet. Danach wird auf Wochenendbetrieb umgestellt. Genaue Informationen über die Öffnungszeiten findest du hier.

Ausgangspunkt

Parkplatz Ebenwaldhöhe
3171 Ebenwald (Nähe Kleinzell)

Koordinaten für Google Maps & GPS: 47.98044, 15.69287

In Kleinzell beim Gasthaus zur Weintraube (Kleinzell 6, 3171 Kleinzell) beim Schild Richtung „Reisalpe“ rechts abbiegen. Über die asphaltierte Bergstraße erreicht man nach einigen Minuten den Parkplatz Ebenwaldhöhe.

Aufstieg zur Reisalpe

Am Ende des Parkplatzes entdecke ich ein Infoblatt über die Öffnungszeiten des Reisalpen Schutzhauses sowie ein gelbes Schild Richtung „Reisalpe (ca. 2 Std. rot, blau)“. Ich folge dem Schild auf einem breiten Schotterweg leicht bergauf. Nach wenigen Metern komme ich an einer roten Markierung vorbei. Vor mir sehe ich auf der linken Seite den Hochstaff mit 1.305 m und dessen Gipfelkreuz.

Am Ende des Parkplatzes beginnt der Wanderweg

Viele Wanderer beginnen mit dem Hochstaff und wandern danach auf die Reisalpe (Den Bericht von Peter Sonnabend findest du hier). Da mir aber zwei Berge über 1.000 Meter zu viel für einen Tag sind, genieße ich die Aussicht auf den Hochstaff von hier aus und gehe auf dem Schotterweg geradeaus weiter.

Nach wenigen Minuten auf dem Schotterweg ist das Reisalpen Schutzhaus mit lediglich 1,5 Stunden links (rot, blau) angeschrieben. Der Schein trügt, denn als ich etwas später die Kleinzeller Hinteralm erreiche, ist dort das Reisalpen Schutzhaus noch immer mit 1,5 Stunden angeschrieben. Ich folge dem Schild und gehe links durch ein Tor weiter. Hier werde ich gewarnt, dass der Weg nur auf eigene Gefahr zu begehen ist. Geradeaus sehe ich nun sehr schön die Reisalpe.

Da geht’s heute hinauf!

Die rote Markierung bringt mich zum nächsten Schild, bei dem ich Richtung „Reisalpe, Kleinzeller Hinteralm (rot, blau)“ rechts den Schotterweg weitergehe. Der Weg verläuft nun leicht bergab geradeaus Richtung Reisalpe.

Am Waldeingang erwartet mich die rote Markierung. Der Schotterweg durch den Wald ist sehr angenehm und kurvenreich, mal geht es leicht bergauf, dann wieder leicht bergab und gut rot markiert.

Es ist sehr angenehm, zwischen den hohen Bäumen durchzugehen

Die Kleinzeller Hinteralm

Schon bald erreiche ich die Kleinzeller Hinteralm mit einer beschilderten Weggabelung. Ich biege rechts ab Richtung „Reisalpen Schutzhaus (blau)“ und erreiche fünf Minuten später das Gasthaus der Kleinzeller Hinteralm auf der rechten Seite.

Die Kleinzeller Hinteralm

Einige Meter vor dem Gasthaus verlasse ich den Schotterweg und folge dem Schild Richtung „Reisalpen Schutzhaus ca. 1,5 Std. (blau)“. Da es nach rechts zeigt, steige ich auf die Holzbalken und überquere so den Zaun. Auf der linken Seite entdecke ich auf einem Baum die blaue Markierung.

Hier geht’s über den Zaun drüber und dann die Wiese hinauf

Jetzt wird’s anstrengend!

Ein ausgetretener Pfad führt etwas steiler am Rand der Wiese hinauf, an den Bäumen gibt es immer wieder blaue Markierungen. Bei einer Weggabelung mit einem Forstweg gehe ich geradeaus weiter und folge der blauen Markierung.

Schon bald habe ich den höchsten Punkt der Wiese erreicht und werde mit einer wunderschönen Aussicht auf den relativ spitzen Hochstaff und die Gegend belohnt.

Ich steige wieder über Holzbalken über einen Zaun und folge dem schmalen steinigen Weg in den Wald hinein. Kurz vor dem Waldeingang gibt es auch wieder eine blaue Markierung.

Bei einer Weggabelung gehe ich geradeaus den steinigen Weg weiter bergauf. Kurz darauf deutet ein Schild Richtung „Reisalpe (blau)“ geradeaus. Gleich nach dem Schild führen bei einer Weggabelung zwei Wege geradeaus hinauf. Ich nehme den linken, blau markierten Weg. Der Untergrund ist nun sehr viel erdiger und nicht mehr so steinig.

„Nach heftigen Regenfällen könnte es hier ziemlich rutschig sein!“ denke ich mir und bin auch an diesem sonnigen Tag froh, dass ich meine Wanderstöcke mithabe.

Die blaue Markierung führt mich über einige Kurven immer weiter hinauf. Man könnte auch den Pfad geradeaus die steile Wiese hinaufgehen, aber ich gehe lieber von einem Ende der Wiese zum anderen und folge den Kurven sowie der Markierung.

Links ist der Hochstaff

Über einen Weidezaun betrete ich erneut eine Weide, es gibt hier wieder eine Holzbank, über die man steigen kann. Nach dem Zaun gehe ich geradeaus am Rand der relativ flachen Weide weiter und entdecke auch wieder die blaue Markierung.

Fast am Ziel

Am Gipfel der Reisalpe auf 1.399 m

Kurz darauf erreiche ich die Rückseite eines Hauses. Über die Alm geht es nur leicht bergauf. Auf der linken Seite habe ich bereits eine fantastische Aussicht auf den Schneeberg. Geradeaus freue ich mich über den Blick auf das Gipfelkreuz und ein Gedenkkreuz.

Am Gipfel hat mich gleich Hüttenhund Nala begrüßt und sich ihre Streicheleinheiten abgeholt

Nach einer Gehzeit von einer Stunde und 39 Minuten stehe ich am Gipfel der Reisalpe auf 1.399 m und freue mich über die atemberaubende Aussicht nach allen Seiten. Neben Wienerwald und Waldviertel sieht man unter anderem auch Schneeberg, Rax, Hochschwab, Gippel, Göller, Schöpfl, Peilstein, Ötscher und den Großen Priel.

Was für eine Aussicht! Links sieht man den Muckenkogel

Das Reisalpen Schutzhaus mit fantastischer Aussicht

Das Reisalpen Schutzhaus befindet sich einige Meter unterhalb des Gipfels auf 1.390 m. Die Aussicht ist wirklich fantastisch. Neben einer guten Verpflegung gibt es beim Reisalpen Schutzhaus auch eine Übersichtstafel mit den verschiedenen Bergen, die man von hier aus sieht.

Auf zum Reisalpen Schutzhaus!
Den Schneeberg sehe ich hier von einer ungewohnten Seite

Der Rückweg über die Brennalm

Nach einer ausgiebigen Pause mache ich mich auf den Rückweg. Ich gehe durch das Tor am Ende der Terrasse und nehme den steinigen Schotterweg bergab in Richtung Ötscher.

Durch dieses Tor starte ich den Rückweg

Nach einigen Metern macht der Weg eine Linkskurve, danach geht es lange einfach geradeaus. Der Weg ist angenehm zu gehen, er verläuft nur leicht bergab und man kann die wunderschöne Aussicht auf unzählige Berge vor einem genießen. Auf der rechten Seite sieht man sehr schön zum Muckenkogel.

Nach wenigen Minuten entdecke ich die ersten roten Markierungen und eine Markierung des Voralpenweges (Weitwanderweg 04a).

Die Aussicht auf die Berge vor mir wird immer schöner. Links sieht man den Schneeberg und rechts den spitzen Ötscher. Kurze Passagen sind etwas steiler und durch den Schotter ist es rutschig. Wieder bin ich froh, meine Wanderstöcke dabei zu haben.

Die Aussicht könnte nicht besser sein

Der rot markierte Weg führt mich zu einer kleinen Hütte und einer Weggabelung. Ich verlasse den Schotterweg, der hier eine Linkskurve macht und folge dem Schild geradeaus Richtung „Furthof, Hohenberg“ sowie der roten Markierung in den Wald hinein.

Wiedermal ein Kuh-Abenteuer

Das Waldstück ist nur kurz und nun gehe ich auf einem leicht ausgetretenen Pfad eine Wiese geradeaus hinunter. Nach wenigen Metern entdecke ich schon die Kühe, an denen ich vorbei muss.

Ohne Kühe wär’s ja einfach

Am Ende der Weide gibt es auf der linken Seite ein Tor. Ohne Kühe würde man einfach geradeaus die Wiese hinuntergehen und dann links durch das Tor. Ich überlege, wie ich wegen den Mutterkühen und ihren Kälbern da am besten gehen soll und wähle die Variante rechts an einer alten Hütte vorbei und dann links Richtung Tor. Mein Adrenalinspiegel steigt, als ich wenige Meter vor dem Tor sehr nah an einer Mutterkuh vorbeigehen muss, deren Kalb ein paar Meter entfernt allein in der Wiese steht.

Ich bin wahnsinnig erleichtert, als ich das Metalltor hinter mir verschließe. War ich zuvor doch ziemlich ängstlich, so bin ich jetzt überrascht, als die Mutterkuh ganz nah zum Tor kommt und mich ansieht. „Vielleicht ist sie doch ganz nett?“, frage ich mich verwundert.

Auf der Weide gab es auch ein Schild, zu dem ich aber wegen der Kühe nicht gegangen bin. Beim Metalltor gibt es aber die nächsten Schilder und ich gehe rechts bergab Richtung „Furthof, Hohenberg“ weiter.

Von der Brennalm bergauf zur Kleinzeller Hinteralm

Kurz darauf verlasse ich bei einer Weggabelung den Forstweg und gehe geradeaus. Hier befindet sich ein älteres Haus sowie ein Schild „Brennalm“. Dies war also früher die Brennalm.

Die Brennalm

Auf der linken Seite entdecke ich ein Schild Richtung „Kleinzeller Hinteralm, Ebenwaldhöhe ca. 2 Std. (gelb, rot)“, dem ich links vom Haus folge und den relativ flachen Weg weitergehe.

Nach wenigen Metern stehe ich erneut vor einer beschilderten Weggabelung, bei der ich den linken Weg Richtung „Kleinzeller Hinteralm, Ebenwaldhöhe ca. 1,5 Std. (gelb, rot)“ nehme. Die Zeitangaben der Schilder sind doch etwas eigen bei dieser Tour, denn es waren wirklich nur wenige Meter seit dem letzten Schild.

Schon bald bin ich wieder im Wald, der Schotterweg ist gut gelb markiert und bringt ich kurvenreich teilweise ziemlich steil hinauf. Bei einer Weggabelung halte ich mich an die gelbe Markierung und nehme den rechten Weg. Nun geht es nur sehr leicht bergauf.

Bei der nächsten Weggabelung folge ich weiterhin der gelben Markierung und bleibe auf dem Weg, der hier eine Rechtskurve macht.

Nun ist der breite Schotterweg sehr angenehm zu gehen, mal geht es kurz bergab, dann wieder bergauf. Nach einem Waldstück erreiche ich die Kleinzeller Hinteralm mit schöner Aussicht auf den Hochstaff.

Schon allein die mächtigen Bäume bei der Kleinzeller Hinteralm sind ein Highlight
Blick von der Kleinzeller Hinteralm auf den Hochstaff

Von der Kleinzeller Hinteralm zurück zum Parkplatz Ebenwaldhöhe

Von nun an ist der Rückweg ident mit dem Hinweg und mit mehreren Schildern Richtung „Ebenwaldhöhe Parkplatz (rot)“ gut markiert.

In der Abendsonne ist alles noch schöner
Wieder beim Parkplatz – mit Blick auf den Hochstaff

Zeitangaben (ohne Pausen)

  • Parkplatz Ebenwaldhöhe – Reisalpen Gipfel: 1 Stunde und 39 Minuten
  • Reisalpen Schutzhaus – Brennalm: 45 Minuten
  • Brennalm – Kleinzeller Hinteralm: 55 Minuten
  • Kleinzeller Hinteralm – Parkplatz Ebenwaldhöhe: 36 Minuten
  • Rückweg gesamt: 2 Stunden und 16 Minuten
  • Gesamtgehzeit: 3 Stunden 55 Minuten

Fazit

Eine mittlere Wanderung, bei der sich gut die Kondition trainieren lässt. Bis zur Kleinzeller Hinteralm ist es mehr ein Spaziergang als eine Wanderung. Nach dem anstrengenden Aufstieg wird man mit einer atemberaubenden Aussicht vom Gipfel der Reisalpe belohnt. Wer nicht den selben Weg zurück nehmen möchte, kann über die Brennalm zurückwandern. Diese Variante bietet mehr Abwechslung (vor allem die Aussicht gleich nach dem Reisalpen Schutzhaus ist wunderschön), dafür geht es aber auch am Rückweg teilweise ordentlich bergauf. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Wanderung!

Tipp: Plane für diese Tour genügend Zeit ein. Ich hatte es nicht eilig und habe einige Pausen gemacht, beim Reisalpen Schutzhaus war ich über eine Stunde. Insgesamt war ich aufgrund der vielen Pausen knapp 7 Stunden unterwegs.

Karte und Höhenprofil

 

Fotogalerie

Und hier gibt es noch mehr Fotos von dieser Wanderung:

Fotogalerie Reisalpe

 

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal auf der Reisalpe? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich über dein Kommentar!

Jasmin

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5 Gedanken zu “Reisalpe (1.399 m) – der höchste Berg der Gutensteiner Alpen

  1. Liebe Jasmin!

    Ich lese immer wieder gerne deinen Blog und finde deine Wegbeschreibungen sehr hilfreich, alleine schon wegen der Kuhwarnungen. 🙂 Viele Wanderstrecken kenn ich und freue mich über deine schönen Fotos und Videos.

    Grüße aus Baden, Sabine

  2. Wirklich schöne Fotos! Kompliment! Und auch nicht überlaufen, die Gegend – wie der fast leere Parkplatz zeigt. Dein Beitrag macht richtig Lust, die Reisalpe wieder mal und noch vor dem ersten Schnee aufzusuchen! Vielen Dank!

    • Danke für das Kompliment! Das Foto hab ich um 19:00 Uhr aufgenommen, da war ich dann schon fast die einzige, stimmt. Als ich an einem Montag gegen 12:00 Uhr zum Parkplatz kam, war er ziemlich voll. Aber am Nachmittag auf der Hütte hab‘ ich den „großen Ansturm“ schon verpasst und war fast allein auf der Hütte! 🙂 Ich glaube schon, dass die Reisalpe gut besucht ist, aber vielleicht nicht ganz so sehr wie der Muckenkogel (wo man ja durch den Sessellift recht bequem hinauf kommt). Mir hat die Reisalpe auf jeden Fall SEHR gut gefallen! 🙂
      Liebe Grüße,
      Jasmin

  3. Hi Sabine!
    Danke für dein Kommentar! Die Kühe stehen wahrscheinlich an unterschiedlichen Stellen aber manchmal hab ich das Glück und muss zwischen ihnen vorbei. Ich mag Kühe sehr (vor allem wenn ich sie aus dem Auto aus sehe *g*), aber ich hab großen Respekt vor ihnen!
    Liebe Grüße,
    Jasmin

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