Ötscher – Von der Bergstation zum Gipfel

Der Ötscher mit 1.893 m ist der höchste Gipfel im Mostviertel und befindet sich im Naturpark Ötscher-Tormäuer, dem größten Naturpark Niederösterreichs. Durch seine isolierte Stellung ist er bereits aus 100 km Entfernung sichtbar. Von der Bergstation des Sesselliftes gelangt man in eineinhalb Stunden auf den Ötschergipfel.


Für einen ersten Eindruck der Wanderung sieh‘ dir doch das Video an:

Zahlen & Fakten

  • mittlere Wanderung
  • Stationen: Parkplatz Talstation – Bergstation – Ötschergipfel – Bergstation – Ötscher Schutzhaus – Parkplatz Talstation
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 4,5 Stunden (ohne Pause)
    Bergstation-Gipfel: 1,5 Stunden, Gipfel-Talstation: 3 Stunden
  • Distanz: 9,48 km
  • Höhenmeter: 450 Hm Aufstieg, 1.030 Hm Abstieg
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Ötscher Schutzhaus, Pizza-Restaurant Fuchswald am Ende der Tour

Ausgangspunkt

Parkplatz beim Doppelsessellift Großer Ötscher
Weitental 51
3295 Lackenhof

Für die Bergfahrt mit dem Doppelsessellift haben wir 11 Euro bezahlt. Derzeit ist der Lift bei Schönwetter am Wochenende bis 23. Oktober 2016 geöffnet. Du kannst dich hier über die aktuellen Betriebszeiten informieren.

Von der Bergstation zum Gipfel

Nach einer gemütlichen Fahrt mit dem Sessellift sind wir bereits auf 1.437 m und haben eine wunderschöne Aussicht auf unzählige Berge.

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Von der Bergstation hat man bereits eine fantastische Aussicht

Nach einem Blick auf die Übersichtstafel beginnen wir mit unserer Wanderung. Wir gehen geradeaus zu einer Weggabelung, bei der wir dem Schild Richtung „Ötschergipfel 1,5 Std.“ und „Hüttenkogel 15 Min.“ folgen und den rechten Weg leicht bergauf nehmen. Von nun an begleitet uns die weiß-rot-weiße Markierung bis zum Gipfel.

Nach kurzer Zeit treffen wir auf das erste Fernrohr mit der Bezeichnung „Rückblick“. Mehrere Rastbänke laden auf dem Weg immer wieder zu einer kurzen Pause mit herrlicher Aussicht ein. Wir lassen das Fernrohr „Durchblick“ hinter uns und erreichen kurz nach dem Fernrohr „Weitblick“ eine beschilderte Kreuzung.

Rechts geht es in fünf Minuten zum Hüttenkogel, wir nehmen aber den linken Weg Richtung „Ötschergipfel 1 ¼ Std.“. Der steinige Weg ist weiß-rot-weiß markiert. Bei einer Weggabelung nehme ich den linken Weg, weil er markiert ist, beide Wege kommen aber schon nach wenigen Metern wieder zusammen. Mit jedem Meter, den wir weiter hinauf kommen, wird die Aussicht noch schöner. Der Weg wird zunehmend steiniger.

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Der steinige Weg zum Gipfel

Nach einiger Zeit erreichen wir einen besonderen Baum, auf dem ein Vogel sitzt. Baum und Vogel sind nämlich aus Eisen. Nun geht es nahe am Abgrund weiter hinauf, der Weg wird steiler und felsiger.

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Da hinauf und noch weiter!

 

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Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht noch besser

Weniger felsig geht es nach einiger Zeit auf einem schmalen Weg weiter hinauf und bald darauf sehe ich zum ersten Mal das Gipfelkreuz. Bis wir das Gipfelkreuz erreichen, sollte noch eine Stunde vergehen.

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Auf dem linken kleinen Hügel ist das Gipfelkreuz

Der Weg wird besser und wir gehen über eine Wiese weiter hinauf. Die fantastische Aussicht auf drei Seiten hilft uns, die Höhenmeter bis zum Gipfel zu überwinden und so erreichen wir nach ungefähr eineinhalb Stunden Gehzeit das Gipfelkreuz auf 1.893 m Seehöhe.

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Was für eine Aussicht!

 

Gipfelkreuz am Ötscher

Der Ötschergipfel ist ein sehr schöner und weitläufiger Gipfel mit einer fantastischen Weitsicht auf unzählige Berge. Am Ende der Wiese sieht man die steilen Felswände des Rauhen Kamms. Viele geübte Wanderer besteigen den Ötscher über den Rauhen Kamm.

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Wir haben’s geschafft!
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Herrliche Aussicht auf unzählige Berge

Zurück zur Bergstation

Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns auf den Rückweg. Wir gehen den selben Weg zurück bis zum Sessellift und zum Ötscher Schutzhaus. Der felsige Teil erfordert auch bergab vollste Konzentration, aber wir kommen gut Meter für Meter hinunter und halten uns dabei immer an die weiß-rot-weiße Markierung.

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Über Stock und Stein geht’s zurück

Bei der beschilderten Kreuzung biegen wir nun links ab und gehen zum Hüttenkogel. Dort warten ein eiserner Bär auf uns, zwei Fernrohre („Weitblick“ und „Fernblick“) und eine Rastbank. Von hier aus haben wir eine schöne Aussicht auf den Ötscher und die umliegenden Berge.

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Beim Hüttenkogel

Wir gehen links neben der Hütte den kleinen ausgetretenen Pfad durch die Wiese weiter und erreichen nach kurzer Zeit einen weiteren Rastplatz mit einem Gedenkstein und ebenfalls einer wunderschönen Aussicht.

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Rastplatz-Aussicht

Danach gehen wir rechts weiter und sind nach kurzer Zeit wieder bei der beschilderten Kreuzung. Wir kommen an einer Wiese vorbei, die sehr beliebt bei Paragleitern ist und können zusehen, wie ein Paragleiter abhebt. Bei der Kreuzung gehen wir links hinunter und sind schon bald wieder beim Sessellift.

Gut zu wissen: Vom Gipfel bis zum Sessellift sind wir ungefähr eineinhalb Stunden gegangen.

Über den Riffelsattel zurück zur Talstation

Ein erneuter Blick auf die Übersichtstafel verrät uns, dass wir ungefähr 30 Minuten bis zum Riffelsattel gehen werden. Von dort sind es noch ungefähr 30 Minuten bis zur Talstation. Tatsächlich haben wir vom Sessellift bis ins Tal ungefähr eineinhalb Stunden gebraucht.

Gegenüber vom Eingang des Ötscher Schutzhauses gibt es einige Schilder. Wir gehen den schmalen und steinigen Weg hinunter Richtung „Lackenhof 1,5 Std.“ und „Riffelsattel, Terzerhaus, Gemeindealm“. Dieser Weg ist ebenfalls weiß-rot-weiß markiert. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen Schotterweg, auf der rechten Seite ist der Sessellift zu sehen. Wir gehen links bergab weiter und treffen auf die weiß-rot-weiße und auf eine rot-weiß-rote Markierung.

Der Weg verläuft angenehm leicht bergab und bietet und eine schöne Sicht auf den Kleinen Ötscher, der mit seinen 1.552 Metern von hier aus gar nicht so klein aussieht.

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Am Kleinen Ötscher (1.552 m) gibt es ebenfalls ein Gipfelkreuz

Nach wenigen Minuten geht es ziemlich steil hinunter, sodass wir auf die Wiese neben dem Schotterweg ausweichen. Vor uns sehen wir in einiger Entfernung gelbe Schilder. Bei den Schildern erfahren wir, dass wir den Riffelsattel erreicht haben.

Wir folgen dem Schild Richtung „Lackenhof 1 Std.“ und gehen rechts den Schotterweg weiter (und nicht die steile Piste hinunter). Der flache Schotterweg führt uns in den Wald hinein und ist rot-weiß-rot markiert. Schon bald geht es wieder bergab. Nach einer Linkskurve erreichen wir die steile Piste. Der Weg macht einige Kurven und wird schon bald recht steil.

Auf dem breiten Schotterweg erreichen wir die nächsten Schilder Richtung Weitental und Lackenhof. Wir bleiben auf unserem Weg und gehen einfach geradeaus weiter, der Weg ist nun flacher.

Bei den nächsten Schildern verlassen wir den breiten Schotterweg und biegen links ab auf den schmalen Weg Richtung „Weitental, Lackenhof“. Der Weg durch den Wald ist steinig und weiß-rot-weiß markiert. Über einige Serpentinen kommen wir weiter hinunter. Beim letzten Stück durch den Wald kann man sich auf der rechten Seite an einem gespannten Seil anhalten.

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Beim Rückweg kommen wir auch durch einen Wald

Wir folgen dem Schild Richtung „Weitental, Lackenhof“ sowie der Markierung und gehen links hinunter zu einer relativ flachen Piste. Bei der Piste gehen wir rechts bergab weiter. Links sehen wir nun den Kleinen Ötscher und geradeaus ist auch Weitental zu sehen.

Bei einer Kreuzung mit einem Schotterweg gehen wir geradeaus hinunter Richtung „Weitental 15 Min.“ und „Talstation Ötscherlift Parkplatz“. Der Weg ist nun wieder steinig und weiß-rot-weiß markiert. Wir kommen zu einer markierten Wiese, bei der wir den rechten Weg nehmen und der Markierung folgen. Bald geht es nur noch leicht bergab durch den Wald.

Bei einer Weggabelung bittet uns ein Schild um eine Spende von 2 Euro für Erwachsene (50 Cent für Kinder) für die Erhaltung des Naturparks. Wir gehen links den breiten Schotterweg hinunter und sehen von hier aus schon die Talstation. Bei einem Haus folgen wir den Schildern und gehen auf der Straße weiter. Nach wenigen Minuten erreichen wir unsere Unterkunft, das Pizza-Restaurant Fuchswald sowie auf der linken Seite den Parkplatz.

Fazit

Der Aufstieg zum Ötschergipfel ist sehr steinig und anstrengend, lohnt sich aber auf jeden Fall. Während dem Aufstieg hat man durchgehend eine sehr beeindruckende Aussicht und auch vom Ötschergipfel selbst ist die Aussicht wunderschön.

Übernachtungsmöglichkeiten

Wir haben im Lacki-Zimmer im Pizza-Restaurant Fuchswald übernachtet und waren sehr zufrieden. Und es liegt direkt gegenüber vom Sessellift! Fotos von unserer Unterkunft findest du in der Fotogalerie.

Ötscher & Hochkar

Das Hochkar ist nur 40 Kilometer vom Ötscher entfernt. Wenn du also schon in der Gegend bist, solltest du dir eine Wanderung auf dem Hochkar nicht entgehen lassen. Meinen Bericht über die 360° Skytour und die einfache Wanderung auf den Gipfel findest du hier:

Hochkar 360° Skytour und Gipfel

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

Und wenn du noch mehr Fotos von dieser Wanderung sehen möchtest, dann klicke auf den Link:

Fotogalerie

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal am Ötscher? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback!

Jasmin

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6 Gedanken zu “Ötscher – Von der Bergstation zum Gipfel

  1. Hallo Jasmin,
    deine Touren sind wirklich sehr gut, ausführlich mit Fotos und Fakten, beschrieben. Top. Gefällt mir gut. 🙂
    Weiter so. Sonnige Grüße aus dem Allgäu.
    Conny

    • Hi Conny!
      Super, dass du auf meinen Blog gefunden hast! Ich sehe dich immer auf Instagram! Danke für dein tolles Feedback und danke für deine Newsletter-Anmeldung! 🙂
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Niederösterreich,
      Jasmin

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