Enzianhütte am Kieneck (1.107 m)

Das Kieneck gehört zu den Gutensteiner Alpen, die ein Teil der niederösterreichischen Voralpen sind. Von der Enzianhütte auf 1.107 Metern hat man eine wunderschöne, weitläufige Aussicht auf zahlreiche Berge. Diese mittlere Wanderung führt von Thal über den Enziansteig aufs Kieneck und über den Matrassteig und den Viehgraben retour.


Für einen ersten Eindruck der Wanderung sieh‘ dir doch das Video an:

Zahlen & Fakten

  • mittlere Wanderung
  • Stationen: Thal – Enziansteig – Enzianhütte am Kieneck – Matrassteig – Viehgraben – Thal
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 4 Stunden und 40 Minuten (ohne Pause)
  • Distanz: 11,2 km
  • Höhenmeter: 550 Hm Aufstieg, 580 Hm Abstieg
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Enzianhütte am Kieneck

Ausgangspunkt

Parkplatz kurz nach dem ehem. Gasthof Leitner
Thal 10
2763 Thal bei Muggendorf

Anfahrt

In Pernitz rechts abbiegen Richtung Unterberg und Muggendorf. Nach den Myrafällen und dem Karnerwirt erreicht man den kleinen Ort Thal. Nach dem ehemaligen Gasthaus Leitner und der Feuerwehr gibt es auf der rechten Seite einen Parkplatz.

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Der Parkplatz direkt am Beginn des Enziansteigs

Über den Enziansteig aufs Kieneck

Am unteren Ende des Parkplatzes betreten wir den Enziansteig und folgen dem Schild Richtung „Kieneck – Enzianhütte über Enziansteig 2 Std. 15 Min.“ sowie der blauen Markierung.

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Nach den ersten Metern wird es steiler

Nach wenigen Minuten auf dem schmalen steinigen Weg erreichen wir die erste Weggabelung mit einem breiten Weg. Wir gehen geradeaus auf dem schmalen Enziansteig weiter bergauf. In einiger Entfernung sehen wir auch die blaue Markierung.

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Am Enziansteig

Ein kurzes steiles Stück führt uns zu einem breiten Weg, bei dem wir links bergauf weitergehen. Nach ungefähr 10 Metern biegen wir rechts auf den schmalen Weg ab. Der schmale Weg macht hier eine Linkskurve und nach der Kurve entdecken wir wieder die blaue Markierung.

Nach wenigen Minuten überqueren wir einen breiten Weg und folgen den Schildern Richtung „Kieneck“. Der Enziansteig verläuft nun in Kurven ist weiterhin blau markiert.

Der Weg ist nun weniger steinig und auch nicht mehr ganz so steil. Bei der nächsten Weggabelung folgen wir dem blauen Pfeil und gehen links weiter. Kurz darauf erreichen wir das nächste Schild „Per Enziansteig zum Kieneck“, der Weg ist aber ohnehin gut blau markiert.

Steinige und steile Passagen wechseln sich nun mit flacheren ab und teilweise geht es sogar kurz bergab. Durch den Wald sehen wir auf der linken Seite einige Berge und merken, dass wir schon recht hoch oben sind. Nun sind wir auf einem normalen Waldweg, der über einige Wurzeln führt.

Neben der blauen Markierung entdecken wir auch eine weiß-rot-weiße Markierung.

Die nächste Weggabelung ist leicht zu übersehen, zwei Wege führen geradeaus. Wir verlassen den breiten Weg und gehen auf dem rechten, schmalen und blau markierten Weg weiter.

Der Weg ist nun wieder flach. Als unser Weg mit einem anderen zusammenkommt, gehen wir geradeaus weiter und folgen der blauen Markierung. Dieser Weg ist wahrscheinlich der breite Weg, den wir vorher verlassen haben.

Nach dem flachen Stück geht es natürlich wieder bergauf und wir kommen an einer Rastbank vorbei. Wir nehmen nicht den Weg bei der Rastbank, sondern bleiben auf unserem blau markierten Weg und gehen geradeaus weiter.

Endlich in Sicht – die Enzianhütte!

Nun, nach ungefähr einer Stunde und 10 Minuten auf dem Enziansteig, sehen wir auf der rechten Seite durch den Wald erstmals die Enzianhütte am Kieneck. Ich bin überrascht, dass die Enzianhütte noch so weit weg erscheint und vor allem, dass sie auf dem Berg rechts neben uns ist.

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Die Enzianhütte befindet sich auf dem rechten Berg

Bald darauf erreichen wir eine Weggabelung, bei der wir den rechten, blau markierten Weg leicht bergauf nehmen.

Von hier aus ist die Enzianhütte sehr schön auf der rechten Seite zu sehen. Bis dorthin sind es also noch einige Höhenmeter.

Nach einem kurzen flachen Stück geht es wieder steiler bergauf und wird dann wieder flacher. Wir gehen nun geradeaus steil bergauf durch den Wald. Rechts neben der Enzianhütte können wir die wunderschöne Aussicht auf zahlreiche Berge erahnen.

Als wieder zwei Wege geradeaus führen, nehmen wir den rechten steil bergauf, weil dieser blau markiert ist. Das steile Stück ist bald zu Ende, es geht aber weiterhin bergauf.

Die nächste Weggabelung ist beschildert. Wir gehen rechts Richtung „Enzianhütte 40 Min.“ leicht bergab weiter. Die Enzianhütte ist nun geradeaus vor uns zu sehen.

Die Aussicht ist hier bereits fantastisch.

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Was für eine Aussicht!

Der Weg ist weiß-rot-weiß markiert. Bei einer großen Kreuzung folgen wir dem Schild Richtung „Enzianhütte 30 Min.“ und gehen geradeaus bergauf weiter, der Weg ist nun blau und rot markiert.

Bei der nächsten Weggabelung auf dem Schotterweg nehmen wir den rechten Weg steil bergauf und folgen der roten Markierung. Nach wenigen Metern kommen wir wieder beim Schotterweg heraus, man kann also beide Wege nehmen. Rechts bergauf geht es weiter.

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Ein Blick zurück Richtung Unterberg

Gipfelkreuz und atemberaubende Aussicht

Auf der linken Seite entdecken wir nach wenigen Minuten das Gipfelkreuz, das sich etwas unterhalb des Gipfels befindet. Auf der rechten Seite gibt es eine Rastbank mit wunderschöner Aussicht auf viele Berge.

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Wunderschöne Gegend

Nun sind es nur noch wenige Meter bergauf bis wir die Enzianhütte erreichen. Der lange Aufstieg hat sich gelohnt – die Aussicht ist atemberaubend!

Geschafft – wir sind bei der Enzianhütte auf 1.107 m

Gut zu wissen: Vom Parkplatz bis zur Enzianhütte am Kieneck sind wir ca. 2 Stunden und 40 Minuten gegangen.

Die Enzianhütte am Kieneck auf 1.107 m

Auf der Terrasse der Enzianhütte gibt es ein Schild, auf dem die verschiedenen Berge eingezeichnet sind. Nun können wir die Aussicht noch mehr genießen, da wir jetzt wissen, wo sich Hohe Wand, Schneeberg und Unterberg befinden. Und sogar Hochkar und Ötscher sind von hier aus zu sehen.

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So viele Berge sind von hier aus zu sehen

Der Rückweg

Wir haben natürlich wesentlich länger als 2 Stunden und 40 Minuten aufs Kieneck gebraucht, weil wir immer wieder Pausen gemacht haben. Und obwohl wir erst gegen 15:30 Uhr bei der Enzianhütte waren, wollten wir eine längere Pause machen und etwas essen. So kam es, dass wir erst gegen 16:45 Uhr die Enzianhütte verließen – und gegen 17:00 Uhr wird es ja schon dunkel!

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Auch die kleine Sally hat es aufs Kieneck geschafft

Über den Matrassteig hinunter

Wir genießen noch kurz den wunderschönen Sonnenuntergang und gehen den gleichen Weg zurück bergab bis zum Gipfelkreuz und der Rastbank (nun auf der linken Seite). Bei der Rastbank biegen wir links ab und folgen dem Schild Richtung „Pernitz über Matrassteig 231 rot dann rot“.

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Eigentlich wollen wir gar nicht gehen

Der schmale Weg führt direkt bei der Rastbank vorbei. Der Matrassteig ist rot-weiß-rot markiert. Ich weiß nicht, ob es nur an der zunehmenden Dunkelheit liegt, aber ich finde, der Matrassteig ist nicht so ohne. Es geht ziemlich steil auf dem schmalen Steig bergab und durch das Laub ist es teilweise auch rutschig.

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Der Matrassteig

Der Weg ist teilweise nicht so eindeutig, aber es geht in Serpentinen zügig bergab. Bei einer unmarkierten Rechtskurve gehen wir auf dem halbwegs eindeutigen Weg weiter und sehen kurz darauf wieder die rot-weiß-rote Markierung. Leider haben wir keine Taschenlampe oder Stirnlampe dabei, aber zum Glück hat mein Iphone eine Taschenlampenfunktion.

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Ohne Handy als Lichtquelle hätten wir es nicht hinunter geschafft – zum Glück hielt der Akku!

Als wir eine Forststraße erreichen, überqueren wir sie und gehen den schmalen Weg geradeaus bergab weiter. Der schmale Weg ist steinig und rot-weiß-rot markiert.

Durchgehend bergab wird der schmale Weg schon bald weniger steinig. Erneut überqueren wir einen breiten Weg und gehen geradeaus auf dem Matrassteig weiter. Kurz darauf entdecken wir auch wieder die rot-weiß-rote Markierung. Über einige Wurzeln geht es steil bergab.

Bei der nächsten Weggabelung haben wir den Matrassteig hinter uns gelassen. Wir biegen links ab und folgen dem Schild Richtung „Gasthaus Leitner 1 ¾ Std. 231“.

Der angenehme Viehgraben

Nun gehen wir auf dem Viehgraben, einem breiten Schotterweg, leicht bergab weiter. Bei einer Weggabelung nehmen wir den rechten der beiden Wege, er verläuft bergab und ist rot-weiß-rot markiert. Bei der nächsten Weggabelung kommt von rechts ein Weg, wir gehen aber geradeaus weiter bergab.

Kurz darauf ist der Weg flach und sehr angenehm zu gehen und wir entdecken immer wieder die rot-weiß-rote Markierung. Bei einer weiteren Weggabelung bleiben wir auf dem breiten Weg und gehen geradeaus weiter.

Einige Rastbänke später fließt ein Bach neben dem Weg und wir erreichen eine Straße. Wir folgen dem Schild Richtung „Gasthaus Leitner 30 Min.“ und „Gasthaus Karner 2 Std.“ und gehen rechts weiter. An dieser Kreuzung gibt es auch eine Wanderkarte von Muggendorf.

Wir gehen die asphaltierte Straße entlang, eine Brücke führt über den Bach, der sich nun links von uns befindet. Kurz darauf erreichen wir das Ortsschild Thal und die ersten Häuser. Wir gehen geradeaus weiter und sind nach wenigen Minuten bei einer Kreuzung, bei der wir rechts Richtung „Unterberg, Enziansteig“ abbiegen. Von hier aus sehen wir bereits das Feuerwehrhaus und nach 300 Metern sind wir wieder beim Parkplatz.

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Wieder in der Zivilisation!

Gut zu wissen: Von der Enzianhütte bis zum Parkplatz sind wir ca. 2 Stunden gegangen.

Fazit

Die Aussicht von der Enzianhütte am Kieneck ist wirklich wunderschön, deshalb kann ich dir diese Wanderung auf jeden Fall empfehlen. Für diese Wanderung solltest du dir genügend Zeit nehmen. Wir waren inklusive Pausen ca. 7 Stunden und 20 Minuten unterwegs. Der Aufstieg über den Enziansteig ist lang, aber es geht nicht durchgehend steil bergauf. Der Abstieg über den Matrassteig erfordert Trittsicherheit, weil der Weg sehr schmal und steinig ist (bzw. durch Laub rutschig). Nach dem Matrassteig geht es gemütlich über den Viehgraben zurück zum Parkplatz.

Hier gibt es eine Karte mit den Wegen, die aufs Kieneck führen!

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

Und wenn du noch mehr Fotos von dieser Wanderung sehen möchtest, dann klicke auf den Link:

Fotogalerie

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal am Kieneck? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback!

Jasmin

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10 Gedanken zu “Enzianhütte am Kieneck (1.107 m)

  1. Nochmals Glück gehabt 😉 Der Akku hätte besser nicht ausgehen dürfen.

    Für den Abstieg bietet sich auch noch eine zweite Variante zum selben Ausgangspunkt an, nämlich über den Mareschsteig: https://www.komoot.de/tour/5260651
    Allerdings bin ich gar kein Fan von dem, weil man gefühlt EWIG einen schmalen Weg auf der selben Höhe im Berghang gehen muss. D.h. links gehts rauf, rechts gehts runter. Und bei jedem Baum macht der Weg einen Bogen oben herum, d.h. man muss dauernd einen Meter rauf, einen Meter runter gehen. Wenn man schon vom Aufstieg etwas erschöpft ist, müde, gegessen und Bier getrunken hat, macht das einen auf Dauer echt fertig 😉 Ausserdem braucht man deutlich länger als bei Jasmins Variante, da man lange geht, ohne Höhenmeter zu verlieren.

    • Hallo Jens!
      Danke für deine gute Beschreibung zur anderen Abstiegsvariante über den Mareschsteig. Dann bin ich froh, dass wir den Matrassteig genommen haben! Ich war selbst überrascht, dass das Handy so lang durchgehalten hat. Ich hab ja auch die komoot-Tour aufgezeichnet und immer wieder Sprachnotizen gemacht. Aber im Batteriesparmodus und mit ganz wenig Bildschirmhelligkeit ist es sich ausgegangen. Für den Winter bzw. bis zur Zeitumstellung sollte eine Stirnlampe wirklich immer dabei sein, man kann ja nie wissen! 🙂

      • Auf anderen Seiten habe ich gesehen, dass die Tour genau umgekehrt gemacht wurde: über den Matrassteig rauf und über den Enziansteig hinunter. Aber ich glaub, in meiner Reihenfolge ist es weniger anstrengend. Und der lange flache Viehgraben zieht sich vielleicht beim Aufstieg.

  2. Hallo Jasmin!
    Diese Tour bin ich so auch schon gegangen, leider hast du das Kieneck
    mit der Enzianhütte zu spät besucht, denn so ausgezeichnetes, preiswertes Essen bekommst du nur selten auf einem Berg. Der von Jens
    beschriebene Mareschsteig ist eigentlich nicht schlimm, nur nach Regenfällen oder im Herbst ( feuchtes Laub ) ist im unteren Teil vor dem
    Weiler Atz ein wenig Trittsicherheit von Nöten. Der Weg ähnelt dort einem ausgetrockneten Bachbett voller großer, moosbedeckter Steine, die bei den oben erwähnten Verhältnissen ein wenig schwierig werden könnten.

  3. Hallo Jasmin! Kann ich die Tour jetzt auch machen oder ist im Winter- wenn jetzt evt sogar Schnee liegt – davon abzuraten? Danke für die Info 🙂

  4. Hallo Claudia!
    Ich weiß nicht, wie es derzeit dort aussieht, aber ich nehme an, dass Schnee liegt. Könnte rutschig werden, also ohne Stöcke würd ich das nicht machen. Ruf am besten direkt bei der Hütte an und erkundige dich dort: +43 (0) 676 7829081
    Wir haben Anfang November ziemlich lang für die Wanderung gebraucht, also am besten zeitig losgehen und Stirnlampe mitnehmen!
    Liebe Grüße,
    Jasmin

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