Julienturm und Höllensteinhaus – eine Wanderung im Wienerwald

Ende Februar war die Wettervorhersage gut und ich wollte meine erste 10-Kilometer-Wanderung für heuer machen. Die Wanderung in Gießhübl zum Höllensteinhaus und zum Julienturm schien mir dafür perfekt geeignet. Leider stimmte die Wettervorhersage nicht ganz, sodass es ziemlich kalt war und ich nach dieser Wanderung vier Wochen lang herumkränkelte. Bei Schönwetter und vor allem jetzt, wo die Bäume wieder grün sind, ist es aber sicher eine sehr schöne Wandertour.

Wandervideo

Zahlen & Fakten

  • mittlere Wanderung
  • Stationen: Gießhübl (Bären-Hütte, Schafhüttn) – Hans-Nemecek-Hütte – Rotes Bründl – Gasthaus Seewiese (derzeit geschlossen) – Höllensteinhaus/Julienturm – Gießhübl
  • Gesamtdauer der Tour: ca. 2 Stunden und 45 Minuten (ohne Pause)
  • Distanz: 10,0 km
  • Höhenmeter: 290
  • Einkehrmöglichkeiten am Weg: Bären-Hütte, Schafhüttn, Höllensteinhaus

Ich bezeichne diese Wanderung als „mittel“ und nicht als „einfach“, weil der Aufstieg zum Höllensteinhaus kurzzeitig ziemlich steil ist und weil es beim Abstieg auch ein kurzes steiles Stück gibt. Die beiden steilen Passagen dauern jedoch nur wenige Minuten.

Ausgangspunkt

Kostenpflichtiger Parkplatz Kuhheide
Eichbergstraße 2
2372 Gießhübl

Gut zu wissen: Der große Parkplatz, wo sich auch die Bären-Hütte und die Schafhüttn befinden, ist kostenpflichtig. Am Wochenende und an Feiertagen beträgt die Parkgebühr (bis 6 Stunden) 4,00 Euro. Nähere Informationen zum kostenpflichtigen Parkplatz inkl. Tarife (PDF-Datei „Vertragsbedingungen Parkplatz Kuhheide“ findest du hier.

Der große Parkplatz in Gießhübl

Vom Parkplatz in Gießhübl zur Hans-Nemecek-Hütte

Am Ende des großen Parkplatzes befindet sich auf der linken Seite die Schafhüttn sowie eine Übersichtskarte über den Naturpark Föhrenberge. Ich folge dem asphaltierten Weg geradeaus leicht bergauf. Beim Beachvolleyballplatz und dem Basketball- und Fußballfeld entdecke ich die ersten Schilder und gehe auf dem asphaltierten Weg Richtung „Kugelwiese, Seewiese, Höllenstein, Norwegerwiese, Schilift, Wildegg“ weiter.

Hier beginnt meine Wanderung

Der Asphaltweg verläuft in Serpentinen leicht bergauf und schon bald sehe ich auf der linken Seite die Hans-Nemecek-Hütte. Ich folge dem asphaltierten Weg bis er in eine Forststraße mündet und ich den Partnerschaftsstein mit einer Rastbank erreiche.

Die Asphaltstraße führt mich zu einer Forststraße

Nach wenigen Metern gehe ich bei der Weggabelung beim Rastplatz Hochstraße geradeaus auf dem flachen Weg weiter. Ungefähr 20 Meter nach dem Rastplatz Hochstraße biege ich links auf einen schmalen, unmarkierten Waldweg ab.

Kurz darauf biege ich links ab, um zur Hans-Nemecek-Hütte zu kommen

Gleich, nachdem ich abgebogen bin, verläuft ein Weg parallel zur Forststraße, ich gehe aber auf dem schmalen Waldweg geradeaus leicht bergauf weiter. Kurz darauf nehme ich bei einer Weggabelung den linken Weg hinauf und erreiche nach zwei Minuten die Hans-Nemecek-Hütte auf 560 Meter.

Gut zu wissen: Vom Parkplatz bis zur Hans-Nemecek-Hütte bin ich ca. 20 Minuten gegangen.

Gut zu wissen: Ich konnte leider keine Öffnungszeiten herausfinden, aber die Homepage des Hüttenwirtes findest du hier (inkl. Telefonnummer).

Auch wenn es heute ziemlich trüb ist, genieße ich die Aussicht auf die hügelige Landschaft. Bei der Hütte gibt es einige Sitzbänke, d.h. man kann hier auch in Ruhe ein Pause einlegen, wenn die Hütte geschlossen ist.

Von der Hans-Nemecek-Hütte sieht man auch auf den Parkplatz

Von der Hans-Nemecek-Hütte zum Gasthaus Seewiese

Ich nehme den selben Weg zurück zur Forststraße, die ich nach wenigen Minuten wieder erreiche und gehe auf der Forststraße links weiter. Der Fortstraße folgend erreiche ich nach wenigen Minuten in einer Linkskurve eine große beschilderte Kreuzung mit einer Rastbank. Ich bleibe auf der Forststraße und folge den Schildern Richtung „Gasthaus Seewiese, Gasthaus Kugelwiese, Norwegerwiese, Schilift, Wildegg“.

Die große beschilderte Kreuzung in der Linkskurve

Einige Markierungen (rot-weiß-rot 448, blau, weiß-rot-weiß) begleiten mich, ich bleibe auf der Forststraße ohne abzubiegen und erreiche nach knapp zehn Minuten die nächste beschilderte Weggabelung, bei der ich geradeaus Richtung „Seewiese, Kaltenleutgeben, Kugelwiese, Perchtoldsdorf“ weitergehe.

Nach wenigen Metern zweigen rechts und links Wege ab, ich folge dem Schild Richtung „Rotes Bründl, Seewiese“ und biege links ab.

Vorne biege ich links ab

Nach einigen Metern bergab geht es wieder leicht bergauf. Bei einer Linkskurve des breiten Weges biege ich rechts ab und folge den Schildern Richtung „Seewiese, Höllenstein, Wildegg, Norwegerwiese, Schilift“. Der Weg führt bergauf in den Wald und nach wenigen Metern erreiche ich das Rote Bründl und eine Rastbank.

Frisches Wasser gibt’s beim Roten Bründl

Gut zu wissen: Hier kannst du deine Wasservorräte auffüllen.

Nach dem Brunnen geht es den schmalen und unmarkierten Weg geradeaus hinauf weiter. Recht steil führt mich der Weg nach wenigen Minuten zu einer Wiese. Ich gehe geradeaus über die Wiese auf dem ausgetretenen Pfad Richtung Bäume und schon bald wird es flacher.

Einfach geradeaus über die Wiese

Entlang der Bäume gehe ich geradeaus weiter bis zur Forststraße. Bei der Forststraße gehe ich links weiter und nach kurzer Zeit erreiche ich das Gasthaus Seewiese.

Das Gasthaus Seewiese (derzeit geschlossen)

Gut zu wissen: Von der Hans-Nemecek-Hütte bis zum Gasthaus Seewiese bin ich ca. 33 Minuten gegangen.

Das Gasthaus Seewiese ist derzeit (Stand: Mai 2017) aufgrund einiger Schäden geschlossen. Vor dem Gasthaus gibt es einen Spielplatz und eine Übersichtskarte.

Vom Gasthaus Seewiese zum Julienturm beim Höllensteinhaus

Aufgrund der fehlenden Aussicht bin ich nur kurz beim Gasthaus. Ich folge den Schildern Richtung „Norwegerwiese, Schilift, Wildegg, Höllenstein, Stittendorf, Sulz, Parapluistrecke, Wiener Wallfahrerweg, Heiligenkreuz 2 Std., Kreuzstattel ½ Std.“ und nehme den linken der beiden Wege geradeaus. Beim Spielplatz entdecke ich die Markierung des Weitwanderweges „Mariazellerweg 06“ und ein Informationsschild über den Wiener Wallfahrerweg. Auf dem flachen Schotterweg komme ich auch an einem Infoschild über die Artenvielfalt der Seewiese vorbei.

Der flache Schotterweg verläuft zwischen Wiesen und schon bald erreiche ich den Rastplatz Seewiese mit einem weiteren Infoschild.

Der Rastplatz Seewiese gefiel mir sehr gut

Nun geht es leicht bergauf durch den Wald, eine rot-weiß-rote sowie eine blaue Markierung begleiten mich und bringen mich zum Rasplatz Hochstraße 7. Der Schotterweg (= Hochstraße) verläuft leicht bergauf und bei der Unterstandhütte Huberram erreiche ich die nächsten Schilder.

Geradeaus geht es nun Richtung „Norwegerwiese, Schilift, Wildegg, Höllenstein, Sittendorf, Sulz“ weiter. Nach wenigen Metern entdecke ich zwei weitere Weitwanderweg-Schilder: Nordalpenweg 01 Bodensee – Wienerwald und NÖ Landesrundwanderweg.

Kurz darauf erreiche ich eine große beschilderte Kreuzung mit Rastbank. Ich biege links bergauf ab und folge dem Schild Richtung „Höllensteinhaus ca. 10 Min.“.

Beim großen gelben Schild vorne biege ich links ab zum Höllensteinhaus

Für einige Meter geht es ziemlich steil hinauf, der Weg ist rot-weiß-rot markiert und führt mich an den Waldrand. Kurz darauf erreiche ich eine Anhöhe und einige Schilder. Ich bleibe auf dem Weg und gehe geradeaus Richtung „Schutzhaus Höllenstein Julienturm Aussichtswarte“ einige Meter bergab, bevor es wieder bergauf geht. Der Weg ist nach wie vor rot-weiß-rot markiert.

Höllensteinhaus und Julienturm

Noch bevor ich das Höllensteinhaus erreiche, habe ich auf der rechten Seite eine wunderschöne Aussicht auf den Schneeberg und die anderen Berge. Kurz darauf erreiche ich das Höllensteinhaus auf 645 Meter Seehöhe.

Höllensteinhaus und Julienturm

Gut zu wissen: Vom Gasthaus Seewiese zum Höllensteinhaus und Julienturm bin ich ca. 44 Minuten gegangen.

Beim Höllensteinhaus gibt es wieder eine Übersichtskarte. Der Julienturm ist wohl die kleinste Aussichtswarte, auf der ich jemals oben war. Wenn hier zehn Personen in Zweierreihe eng zusammenstehen, ist die Aussichtswarte voll. An diesem ziemlich bewölkten Tag habe ich den Julienturm aber für mich allein und kann in Ruhe die Aussicht auf den Schneeberg und die Berglandschaft genießen.

Die Aussicht vom Julienturm
Der Schneeberg herangezoomt

Die Terrasse des Höllensteinhauses kann sich bei Schönwetter sicher über zahlreiche Gäste freuen, da man von hier aus eine sehr schöne Sicht auf Perchtoldsdorf, Mödling, die SCS und noch weiter hat.

Rückweg

Am Ende der Terrasse gehe ich durch ein Holztor, ein paar Stiegen hinunter zu einem blau-weiß-blau markierten schmalen Weg. Nach wenigen Metern folge ich dem blauen Pfeil und zweige links ab.

Über die Terrasse des Höllensteinhauses komme ich zum blau markierten Rückweg

Der Weg verläuft bergab auf einem relativ freien Gelände, weil hier viel abgeholzt wurde. Geradeaus erstreckt sich die weitläufige Aussicht.

Die Gegend ist zwar nicht sehr ansprechend, dafür aber mit weitläufiger Aussicht

Nach wenigen Minuten erreiche ich eine beschilderte Kreuzung mit einem Forstweg. Ich gehe geradeaus den blau markierten Weg hinunter und folge dem Schild Richtung „Wasserspreng, Gießhübl, Weissenbach, Hinterbrühl“.

Relativ steil geht es nun durch den Wald über zahlreiche Wurzeln und Blätter bergab. Ich folge der blauen Markierung und komme nach wenigen Minuten zu einer Weggabelung, bei der ich links abbiege und kurz darauf wieder die blaue Markierung entdecke.

Knapp zehn Minuten später erreiche ich eine Forststraße, bei der ich geradeaus Richtung „Wasserspreng, Weissenbach, Gießhübl, Hinterbrühl“ weitergehe.

Ich folge dem flachen Schotterweg, der schon bald entlang eines Baches verläuft. Bei einer Rastbank führen zwei Wege geradeaus. Ich nehme den linken, rot-weiß-rot und gelb markierten Weg bergab. Nach einem offenen Schranken verläuft der Weg entlang eines Wasserschutzzaunes, gelbe, blaue und rot-weiß-rote Markierungen begleiten mich.

Nach wenigen Minuten verlasse ich den Schotterweg und gehe links über eine kleine Brücke über den Bach und anschließend den schmalen, blau-weiß markierten Pfad hinauf. Nach einer Rechtskurve geht es entlang eines Zaunes bergab weiter.

Wielange dieser Baum wohl schon wächst?

Auf der rechten Seite entdecke ich eine Straße und erreiche schon bald eine Weggabelung. Rechts führt der Weg zur Straße, also gehe ich links Richtung gelbes Haus weiter. Der Weg ist blau und rot-weiß-rot markiert.

Kurz darauf erreiche ich eine Holzhütte und passiere einen Schranken. Ich gehe geradeaus auf dem rot-weiß und blau markierten Weg leicht bergauf weiter.

Die zweite Holzhütte hat die Adresse „Wasserspreng 9“. Bei der Weggabelung gehe ich geradeaus weiter.

Gut zu wissen: Eine Spaziergängerin macht mich auf dieser Strecke des Weges darauf aufmerksam, dass ich auf freilaufende Wildschweine treffen könnte. Ihr sind hier aber auch noch keine begegnet.

Der Weg verläuft leicht bergauf und ist rot-weiß-rot markiert. Bei der nächsten beschilderten Kreuzung biege ich rechts ab Richtung „Gießhübl, Maria Enzersdorf, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge“.

Über einige Steine geht es bergauf tiefer in den Wald hinein, der Weg ist blau markiert. Kurz darauf entdecke ich die blaue Markierung mitten im Wald, also beschließe ich, mich nicht an diese knalligen Markierungen zu halten, sondern geradeaus auf dem Weg zu bleiben.

Nach einem Infoschild über die Lebensregion Biosphärenpark Wienerwald erreiche ich eine Wiese, von der aus ich geradeaus die Schafhüttn entdecke. Und nach wenigen Minuten bergauf über die Wiese bin ich wieder bei der Schafhüttn und am Parkplatz.

Die letzte Wiese für heute und rechts ist schon die Schafhüttn zu sehen

Gut zu wissen: Vom Höllensteinhaus und dem Julienturm bis zum Parkplatz bin ich ca. 1 Stunde und 8 Minuten gegangen.

Fazit

Eine angenehme und abwechslungsreiche Wanderung, bei der man vom Julienturm beim Höllensteinhaus mit einer wunderschönen Aussicht auf den Schneeberg und die umliegende Gegend belohnt wird.

Karte und Höhenprofil

Fotogalerie

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Fotogalerie

Wie findest du diese Wanderung? Warst du schon einmal beim Höllensteinhaus und am Julienturm? Wenn nicht, könntest du dir vorstellen, diese Wanderung zu machen? Ich freue mich immer über Feedback!

Jasmin

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